Konklusion von Hansima:
- Offene Frage: Gibt es ein relevantes Problem, dass Eltern sich bei der Sozialhilfe bedienen, ohne gebührend Selbstverantwortung zu übernehmen?
In der Art: „Ich bemühe mich nicht (so fest) für Arbeit, denn ich bekomme von der Sozialhilfe ebenso viel / mehr als wenn ich diese Arbeit be-/erhalte.“ - Wenn „Ja“: Dann muss die Politik diese menschen Motivieren, diese Selbstverantwortung zu übernehmen, ohne dabei die Entwicklungs-Chancen der Kinder (und damit deren Integration als positive Mitmenschen in unsere Gesellschaft) zu gefährden.
Datenbasis
Infos gemäss Artikel in der Aargauer Zeitung „Sozialhilfe-Streit um 200 Franken pro Monat und Kind„ vom 14. Sept. 2019:
| Haushaltgrösse | Pauschale pro Monat | Pauschale pro Person und Monat |
|---|---|---|
| 1 Person | 986 Fr. | 986 |
| 2 Personen | 1509 Fr. | 755 Fr. |
| 3 Personen | 1834 Fr. | 611 Fr. |
| 4 Personen | 2110 Fr. | 528 Fr. |
| pro weitere Person | + 200 |
Miete, Krankenkasse, Selbstbehalte werden zusätzlich übernommen.
(SVP-Frau Bircher spricht dann von 5000Fr./Mt. (für einen Haushalt mit 6 Personen)). Hinzu kommt, dass zusätzlich z.B. Zaharztkosten, Selbstbehalte, Franchisen von der Sozialhilfe übernommen würden. (nicht Zitat von Bircher)
„2017 gab es im Aargau 2376 Haushalte mit mit Kindern, die von Sozialhilfe unterstützt wurden.“
Davon mit 1-3 Kindern: 94.1 %
Davon mit mehr als 3 Kindern (Einelternfamilien und Paare): 141, was 5.9% entspricht.
Von diesen 141 seien 113 Ausländer-Haushalte.
ACHTUNG! Asylsuchende, anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personenen sind in dieser Statistik nicht erfasst!
Allgemein liege der Anteil der „Grossfamilien“ bei Ausländern bei 7.6% und bei Schweizern bei 3.2%.
Bezüglich Grundbedarf-Einschätzung: „Der Grundbedarf orientiert sich and den einkommensschwächsten zehn Prozent der Haushalte.“
Problem:
Motivation von Eltern mit Verdienstchancen von unterhalb des Sozialhilfe-Ansatzes, selbst Arbeiten zu gehen. Z.B.: Familie mit 4 Kindern, die noch betreut werden müssen. Ein Elternteil könnte, jedoch für weniger als die von der Sozialhilfe ausbezahlten (nehmen wir mal an) 5000Fr./Mt. arbeiten gehen. Die Frage ist, ob diese Person das macht, oder mit wie viel Einsatz sie sich an diesem Job festhält.
Der typische nicht-sozialhilfe-abhängige 4500Fr./Mt. verdienende Familienvater wird argumentieren: „Ich krampfe mir einen ab, um weniger Geld zur Verfügung zu haben als jemand, sich nicht so viel mühe gibt und darum auf die Sozialhilfe zurück fällt.“
Zusätzich zu berücksichtigen: Selbst erwirtschftende Unterschicht-Familie:
- erhält Krankenkassenvergüng
- bezahlt Selbstbehalt/Franchise selbst
- bezahlt Zaharztkosten selbst
Schreibe einen Kommentar